03.12.2025 | 14:00 | Max-Planck-Institut | Raum 037 und online
Theory Talks
Trotz ihrer Bedeutung in globalen Angelegenheiten sind internationale Organisationen aus Sicht der internationalen Rechtstheorie nach wie vor relativ unbekannt. Ausgehend von philosophischen Überlegungen geht das diskutierte Buch über binäre Modelle hinaus, nach denen internationale Organisationen entweder nichts über ihre Mitglieder hinaus sind oder einfach nur analog zu ihnen. Anstatt internationale Organisationen und ihre Mitglieder zu vergleichen, sollen beide als Manifestationen gemeinschaftlicher Organisation und als das verstanden werden, was das Völkerrecht als „öffentliche” Autorität anerkennt. Indem internationale Organisationen als nur ein Zweig innerhalb einer größeren Familie von Körperschaften theoretisiert werden, ermöglicht dieses Buch die Entwirrung alter dogmatischer Rätsel. Dazu gehört die Frage, inwieweit internationale Organisationen an das Völkergewohnheitsrecht gebunden sind und zu dessen Entstehung beitragen können, oder ob sie eine Rechtspersönlichkeit genießen, die sowohl gegenüber Mitgliedern als auch Nichtmitgliedern geltend gemacht werden kann.
Im Rahmen der 42. "Theory Talks" wird mit Orfeas Chasapis Tassinis über dieses Thema diskutiert.
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